Seit vielen Jahren übersetze und adaptiere ich deutsche Texte für die Immobilienbranche

Übersetzer und Texter wie ich können und müssen sehr gut in sowohl britisches als auch amerikanisches Englisch übersetzen, zumindest im B2B- oder High-End-Segment. Ich bin auch IT-lerin und in dem Bereich ist ohnehin fast alles in US-Englisch – auch mein Studium war es … Solange sie die Unterschiede lernen, vorgefasste Meinungen hinterfragen und mit muttersprachlichen Kollegen zusammenarbeiten, bekommen gute Übersetzer mit der Zeit alles hin. Profis meiden von sich aus stark regional geprägte Vokabeln. Stil und Fachwissen sind viel wichtiger.

Daher ist ‚Britisches Englisch bitte‘ oder ‚Amerikanisches Englisch bitte‘ bei Kundenanweisungen meistens nur Nebensache. Grammatik anpassen, Fachbegriffe austauschen, ein paar Daten und Einheiten umstellen bzw. lokalisieren und das war’s.

Apropos lokalisieren:

Kurz vor Jahresende haben meine Lektorin und ich eine ganze Website für ein Immobilien- bzw. Anlageunternehmen übersetzt und adaptiert. Bisherige Aufträge für die Immobilienbranche waren bis zu 95 % ins britische Englisch zu übersetzen, in diesem Fall hatte der Kunde jedoch ein Faible für amerikanisches Englisch. So weit, so gut.

Während des Projektes fiel uns – und dann natürlich auch unserem Kunden – allerdings auf, wie unpraktisch und unlogisch es ist, eine solche Firmenpräsenz ins US-Englische zu übersetzen. Wir sind inzwischen fest davon überzeugt, dass wir künftig allen Kunden aus dieser Branche, die sich US-Englisch wünschen, davon abraten werden – und das hat nichts mit Nationalstolz zu tun!

Dies sind die Gründe für eine Übersetzung Ihrer Texte aus dem/für den Luxus-Immobilien-Bereich ins das feine britische Englisch, wie es von der Königin von England gesprochen wird:

UK-Englisch in der Immo-Branche wird international verstanden

In Großbritannien gibt es keine für Außenstehende seltsam klingenden Begriffe, wie z. B. condominiums, realtors, oder ZIP codes. Wir sprechen indes von apartments, properties, real estate und postal codes bzw. postcodes: Begriffe, die international sofort verstanden werden, sogar in den Vereinigten Staaten. Übertriebenes amerikanisches Englisch nutzt auch Ihrer SEO nichts: Wer googelt schon nach „Condominium Berlin“? Laut Google: Niemand.

Lokalisierungsaufwand bei Maßeinheiten und Datumsformaten wird minimiert

Einheiten – ft² oder m²?

Auf deutschsprachigen Websites, wie fast überall in der Welt, wird die Größe der Wohnfläche fast immer in bzw. qm angegeben. Amerikaner kalkulieren aber immer noch in so genannten feet und inches. In einer Branche, in der es tatsächlich darum geht, Flächen so genau wie möglich zu beschreiben und zu verkaufen, ist dies ein wichtiges Thema. Die Lokalisierung von Flächenangaben – sowohl zum aktuellen Zeitpunkt als auch bei jeder zukünftigen Immobilie, die Sie auf der Website platzieren – erfordert erheblichen Aufwand. In sonst einwandfreiem amerika­nischen Englisch wirkt die Präsentation dieser Flächenangaben in m² auf Amerikaner unlogisch und ablenkend.

Datumsangaben und Termine – wann findet was statt?

Auch bei Datumsangaben und Terminen muss man aufpassen. Die Amerikaner sind weltweit die Einzigen, die den 1. November 2018 als 11/01/18 schreiben. In Europa bzw. international liest man jedoch, dass die Veranstaltung im Januar stattfindet. Es ist für die internationale Kundschaft daher Best-Practice, Datumsformate immer ganz auszuschreiben – also „1 November 2018“ statt 01.11.18 – um etwaige Missverständnisse bei US-Muttersprachlern zu vermeiden.

Was also tun?

Im britischen Englisch kann man das alles einheitlich halten; es wirkt dann sogar konsequenter, auch für Amerikaner.

Wir sind ja in Europa

Auch wenn meine Landesleute das manchmal anders sehen, die Geografen sind sich einig: Großbritannien gehört zu Europa. Die kurzen Wege zwischen dem kleinen, sogenannten Vereinigten Königreich und Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen eine klare Verbindung her. Oftmals denkt man bei einer Expansion internationaler Immobilienunternehmen nicht gleich an die USA, sondern eher an das europäische Ausland, einschließlich des UK.

Im konkreten Fall werden internationale Immobilien beworben. Das Bild zeigt aber ganz eindeutig London. Dann wirkt es aber merkwürdig, über britische Dinge in amerikanischem Englisch zu schreiben. Was passiert, wenn Ihr Unternehmen doch mehr Geschäfte in oder mit Großbritannien machen will?

Dazu kommt noch der Brexit: Zigtausende Menschen und Unternehmen denken über einen Umzug nach Berlin, Frankfurt, Wien oder Zürich, aber auch in andere deutschsprachige Großstädte nach. Deswegen ist jetzt genau die richtige Zeit, Ihre Website und andere Verkaufsmaterialien in britisches Englisch übersetzen zu lassen.

UK-Englisch wirkt gehobener – möglicherweise auch auf Amerikaner

… Oder zumindest behauptet man das. Von anderen Kunden habe ich das Feedback bekommen, dass in der High-End- bzw. Luxus-Immo-Branche britisches Englisch allgemein besser ankommt und edler wirkt. US-Leser sind eher beindruckt als abgeschreckt. Und auch umgekehrt schreckt mich US-Englisch auf der Website eines Unternehmens mit offensichtlichen Verbindungen mit UK, aber nicht zu den USA, schon ein wenig ab.

Und unter Nicht-Muttersprachlern ist eh alles Wurst

Die Hauptzielgruppe für jede Übersetzung einer Website ins Englische ist wahrscheinlich sehr gemischt, meist aber international – Europäer oder internationale Investoren. Daher ist die Entscheidung zwischen US/UK-Englisch von eher geringerer Tragweite. Verständnis, Eindeutigkeit und Einheitlichkeit sind allerdings durchaus wichtige Gründe, Ihre Website und Verkaufsmaterialien ins britische statt ins amerikanische Englisch übersetzen zu lassen. Zum Beispiel von einem erfahrenen Profi wie mir.

Rose Newell Englisch Texter Übersetzer

Rose Newell
High-End-Übersetzerin und -Texterin für Luxus-Immobilien
Textgestaltung der besonderen Art in englischer Sprache
Hochwertige Übersetzungen ins Englische für hochkarätige und preisgekrönte Projektentwicklungen in Berlin und ganz Deutschland
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Rose Newell

Kreativ wie eine Britin. Sorgfältig wie eine Deutsche. Seit 2006 helfe ich deutschsprachigen Unternehmen, den gewünschten Eindruck bei ihren englischsprachigen Partnern zu hinterlassen.
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